Prostata - Abschluss Bestrahlung

Am letzten Montag lag ich nach 8 Wochen zum letzten Mal auf dem Schragen vor dem weissen Elefanten. Anschliessend trafen Verena und ich Dr. Messer für eine Besprechung. Ich bin sehr froh, dass diese Phase vorüber ist. Nun hoffe ich, dass bald die Zeit kommt, wo ich nicht mehr 7-8 Mal pro Nacht Wasser lassen muss (siehe dazu weiter unten). Im Moment habe ich wohl ein gewisses Schlafmanko, bin abends immer sehr müde und tagsüber manchmal gut drauf und manchmal etwas reduziert.

Vorweg: Die Radio-Onkologie im Spital STS Thun kann ich wirklich empfehlen. Leicht zu erreichen, angenehme Räumlichkeiten, emphatisches Personal. Medizinischer Leiter Dr. Messer geht auf die Patienten ein und nimmt sich Zeit.

Es ergaben sich folgende Erkenntnisse:
  1. Therapie ohne Komplikationen normal verlaufen. Die Wirksamkeit wird man ein erstes Mal in der 2. Hälfte August, vor dem dritten Setzen des Antihormondepots, erfahren. PSA sollte bei 0,3 - 0,5 liegen. Andernfalls wären 'Überlegungen anzustellen'. Evtl. mit einem Onkologen.
  2. Nachwirkungen der Therapie:
    • Pradif = Mittel zur Besänftigung der Blasenfunktion muss über 3 Wochen sukzessive reduziert werden. Entsprechende körperliche Belastungen tags und nachts bleiben somit noch weiterhin.
    • Ernährung auch nur langsam umstellen: also vorerst San Pellegrino und Feigensirup vorsichtig herunterfahren; dann ausprobieren, was drin liegt. Jedenfalls noch nichts Blähendes essen.
    • Möglichkeit der komplementärmedizinischen Unterstützung: Dr. Messer meint ja. Wir klären ab, mit Dr. Peyer, Schul- und Komplementärmediziner.
  3. Fortlaufende Antihormontherapie:
    • Alle 3 Monate ein Depot in die Bauchdecke spritzen - nicht angenehm - aber unproblematisch (nächstes Mal Anfang September)
    • Lieber 36 Monate (also noch 30 Monate) als nur 2 Jahre (Sterblichkeit w/Prostatakrebs sei geringer lt. neuer Studie)
    • Hingegen sind Nebenwirkungen: Weiterhin Wallungen, wahrscheinlich Gewichtszunahme, evtl. psychische Veränderungen
  4. Beizug Onkologe? Wir würden dies erwägen, falls der PSA über 0,5 liegt oder ich Nebenwirkungen habe, die wirklich stören.

Am Mo. 7.8.23 werden wir eine Schlussbesprechung mit Dr. Messer haben. Dies wird Gelegenheit bieten, allfällig aufkommende Fragen zu stellen.